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 Ein Tee ist ein Stift aus Holz...

Tees

Tees

Ein Tee ist ein Stift aus Holz oder Kunststoff, auf dem der Golfball vor dem Schlag platziert wird. Der Ball liegt auf dem Tee in einer erhöhten Position und lässt sich somit leichter schlagen. Das Tee wird mit der Spitze in den Boden gesteckt. Der Ball kann auf dem breiteren Kopf abgelegt werden. Die Benutzung eines Tees ist nur beim ersten Schlag auf ein Loch erlaubt.

 

Die Herkunft des Wortes Tee ist bisher nicht sicher geklärt. Mit dem deutschen Wort Tee hat es allerdings nichts zu tun. Es könnte aus dem Niederländischen kommen, wo kleine Erdhügel als tuidje bezeichnet werden. Diese Ableitung würde auf die Sandhäufchen anspielen, die ursprünglich zur Erhöhung des Balls beim Abschlag eingesetzt wurden. Eine andere Möglichkeit bietet das gälische Wort taigh, das Haus bedeutet. Die Erklärung für diese Variante wäre, dass sich anfangs der Abschlag für alle Löcher an einem zentralen Platz befand. Diesen Platz hätte man eben als Haus bezeichnet. Heute hat jedes Loch seinen eigenen Abschlagplatz. Dieser Platz wird teeing ground genannt. Er ist den Regeln entsprechend zwei Golfschläger tief. Ein Tee muss für den ersten Abschlag auf das Loch innerhalb des klar abgegrenzten Platzes stecken. Geregelt ist ebenfalls die Länge des Tees, die zwischen 4,5 cm und 10,16 cm beträgt. Vorgeschrieben ist die Benutzung eines Golftees nicht. Die meisten Golfspieler verzichten aber nicht darauf, weil der erhöhte Abschlag einen großen Vorteil bringt. Die Einführung des Golftees war übrigens die letzte bedeutete Regeländerung im Golfsport.

 

Das erste Patent für ein Golftee stammt aus dem Jahr 1889. Dieses Tee wurde noch nicht gesteckt, sondern hatte eine Auflagefläche aus Gummi. Ein britisches Stecktee gab es schon wenige Jahre später. Es bestand aus Eisen und hatte einen Gummikopf. Auf breiter Front durchsetzen konnte sich das Golftee erst in den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts. William Lowells Patent wurde zum neuen Standard für die Golfspieler. Lowells Tee bestand ganz aus Holz. Es hatte einen trichterförmigen Kopf mit einer konkaven Oberfläche, auf der man den Ball bequem ablegen konnte. Lowells Tee gelang es, die Sandhäufchen endgültig von den Golfplätzen zu verdrängen. Das neue Tee war preiswert in der Herstellung. Zudem sorgte Lowell für eine effiziente Marketingkampagne. Diese Kampagne war offenbar so nachhaltig, dass sich die Tees in ihrer Form bis heute kaum verändert haben. Neben den weiterhin beliebten Holztees gibt es nun natürlich Plastiktees, die sich seit längerer Zeit bewähren.